Abschreibung ERP software eNVenta ERP Nissen und Velten

Abschreibung ERP Software – Corona machts möglich – Digitalisierung wird gefördert

22.02.2022

Abschreibung ERP Software: Bundesministerium der Finanzen 22. Februar 2022, IV C 3 – S 2190/21/10002 :025 (DOK 2022/0186479)

Neue Infos zum Thema Abschreibung ERP:

Mit Schreiben vom 26.2.2021 (siehe weiter unten) hat das Bundesfinanzministerium rückwirkend zum 1.1.2021 die Möglichkeiten der Abschreibung bestimmter digitaler Wirtschaftsgüter deutlich verkürzt.

Zunächst wurde das BMF-Schreiben vielfach begrüßt. Nach einer gewissen Zeit wurde in der Praxis jedoch ersichtlich, dass mit diesem Schreiben ebenfalls Fragen und Unklarheiten einhergehen. Problematisch erschien das reine Erscheinen einer Verwaltungsanweisung. Das Nichterscheinen einer (oft geforderten) gesetzlichen Regelung wurde kritisiert. Auch die handelsrechtliche Beurteilung und Einordnung der lediglich durch ein BMF-Schreiben eröffneten Möglichkeit der Nutzungsdauerreduzierung auf ein Jahr blieb für viele unklar und offen.

Das Bundesfinanzministerium hat nun mit seinem Schreiben vom 22.2.2022 (IV C 3 – S 2190/21/10002 :025) reagiert und einige der Zweifelsfragen beseitigt. Es wurden die Nummern 1.1 bis 1.4 neu eingefügt:

1.1  Die betroffenen Wirtschaftsgüter unterliegen auch weiterhin § 7 Absatz 1 EStG. Die Möglichkeit, eine kürzere betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer zugrunde zu legen, stellt
– keine besondere Form der Abschreibung,
– keine neue Abschreibungsmethode und
– keine Sofortabschreibung dar.

Die Anwendung der kürzeren Nutzungsdauer stellt zudem auch kein Wahlrecht im Sinne des § 5 Absatz 1 EStG dar.

1.2  Auch bei einer grundsätzlich anzunehmenden Nutzungsdauer von einem Jahr gilt, dass
– die Abschreibung im Zeitpunkt der Anschaffung oder Herstellung, mithin bei Fertigstellung, beginnt,
– die Wirtschaftsgüter in das nach R 5.4 EStR 2012 zu führende Bestandsverzeichnis aufzunehmen sind,
– der Steuerpflichtige von dieser Annahme auch abweichen kann,
– die Anwendung anderer Abschreibungsmethoden grundsätzlich möglich ist.

1.3  Die Regelung findet gemäß § 9 Absatz 1 Satz 3 Nummer 7 Satz 1 EStG auch für Überschusseinkünfte Anwendung.

1.4  Es wird nicht beanstandet, wenn abweichend zu § 7 Absatz 1 Satz 4 EStG die Abschreibung im Jahr der Anschaffung oder Herstellung in voller Höhe vorgenommen wird.

 

Zu 1.1 Fortbestand bestehender Abschreibungsregelungen

Klargestellt wird, dass die betroffenen Wirtschaftsgüter weiterhin der linearen Abschreibung nach § 7 Abs. 1 EStG unterliegen (zur Zulässigkeit anderer Abschreibungsmethoden siehe 1.2). Hervorgehoben wird, dass die Nutzungsdauer von Wirtschaftsgütern, welche vor 2021 angeschafft oder hergestellt wurden, nicht mehr 3 bis 8 Jahre, sondern nur noch ein Jahr beträgt. Dies soll keine besondere Form der Abschreibung, keine neue Abschreibungsmethode und auch keine Sofortabschreibung darstellen.

Weiterhin wird ausgeführt, dass bei Anwendung der kürzeren Nutzungsdauer kein steuerliches Wahlrecht im Sinne von § 5 Abs. 1 EStG gegeben ist. Daraus folgt: Die betroffenen Wirtschaftsgüter, welche nicht mit dem handelsrechtlich maßgeblichen Wert in der Steuerbilanz ausgewiesen werden, müssen in diesem Fall auch nicht in ein besonderes, laufend zu führendes Verzeichnis aufgenommen werden.

 

Zu 1.2 Vorgaben zur Anwendung der verkürzten Nutzungsdauer bei digitalen Wirtschaftsgütern

Wichtig ist auch die Information, dass die Wirtschaftsgüter in das nach EStR 5.4 2012 zu führende Bestandsverzeichnis (des beweglichen Anlagevermögens) aufgenommen werden müssen. Dies klärt verneinend die Frage, ob die Wirtschaftsgüter auch sofort in den Aufwand gebucht werden können. Bislang hatte dies sogar das IDW unterstellt, da eine Nutzungsdauer von nur einem Jahr vorgegeben und damit der Charakter des Anlagevermögens nach § 247 Abs. 2 HGB („dauernd dem Geschäftsbetrieb … dienen“) infrage gestellt wurde.

Der Steuerpflichtige kann von der Annahme, dass die grundsätzliche Nutzungsdauer von einem Jahr gilt, abweichen. Dieser Satz öffnet nun den Steuerpflichtigen Tür und Tor für andere, zumeist natürlich längere Nutzungsdauern. Eine Nutzungsdauer von nur einem Jahr wird bei den meisten betroffenen Wirtschaftsgütern unrealistisch und zu kurz sein. Bedenkt man, dass in Deutschland ein Großteil der Unternehmen ein ERP-System heute schon freiwillig über 8 bis 12 Jahre abschreibt und tatsächlich sogar noch viel länger nutzt, so ist eine Abschreibung über nur ein Jahr weit entfernt von jeglicher Realität.

Eine andere als die lineare Abschreibungsmethode wird zwar grundsätzlich eingeräumt, ist aber in den meisten Fällen wenig zweckmäßig, da immaterielle Wirtschaftsgüter (Software) immer linear abgeschrieben werden müssen und Hardware sowieso eine kurze Nutzungsdauer hat.

 

Zu 1.4 Keine Anwendung der Pro-rata-temporis-Regelung

Die digitalen Wirtschaftsgüter müssen im Jahr der Anschaffung oder Herstellung nicht zeitanteilig abgeschrieben werden.

Dies bedeutet für Sie konkret: Die Wirtschaftsgüter können entweder im Monat der Fertigstellung sofort in voller Höhe abgeschrieben werden, oder es erfolgt eine Restverteilung auf die im laufenden Geschäftsjahr noch verbleibenden Monate. Es ist jedoch nicht erforderlich, eine zwölfmonatige Abschreibung auf zwei Geschäftsjahre zu verteilen – beispielsweise bei Anschaffung im April 2022: zunächst 9 Monate im Geschäftsjahr 2022 und dann noch 3 Monate im Geschäftsjahr 2023.

Im Weiteren wiederholt das BMF-Schreiben unter  anderem die Begriffsbestimmung von „Computerhardware“. Diese umfasst:

  • Computer: Wiederum nicht ausdrücklich erwähnt wird, ob hierunter auch Server subsummiert werden, die weder einen Großrechner noch einen PC darstellen.
  • Desktop-Computer
  • Notebook-Computer (Tablet-, Slate-Computer, mobile Thin-Clients)
  • Desktop-Thin-Clients
  • Workstations
  • Mobile Workstations
  • Small-Scale-Server (externe Speicher- und Datenverarbeitungsgeräte)
  • Dockingstations
  • Externe Netzteile sowie
  • Peripherie-Geräte: Unter diesen Peripheriegeräten sind alle Geräte, die nach dem EVA-Prinzip (Eingabe – Verarbeitung – Ausgabe) zur Ein- und Ausgabe von Daten genutzt werden, zu verstehen.

 

Fazit:

Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von einem Jahr für Computerhardware und Software entspricht dem technischen Zeitgeist.  Mit dem abgeänderten BMF-Schreiben ist man nun einen Schritt weiter. Es wurden jedoch bei Weitem noch nicht alle Fragen abschließend geklärt.

Unsicherheiten bestehen aktuell in der Praxis insbesondere deswegen, weil bislang nicht entschieden ist, ob eine gewerbesteuerliche Hinzurechnung vorzunehmen ist, wenn es aufgrund einer Nutzungsdauer von einem Jahr nicht zu einer Aktivierung von Anschaffungskosten für erworbene Software kommt und die sonstigen Voraussetzungen für eine Hinzurechnung vorliegen. Hier besteht die Möglichkeit, dass sowohl Rspr. als auch Finanzverwaltung in bestimmten Fällen die Auffassung vertreten, dass die Aufwendungen mangels Aktivierung nicht in die Anschaffungskosten eines immateriellen Wirtschaftsguts eingehen. Sieht man zudem (unzutreffenderweise) auch den Kauf von Software aufgrund der urheberrechtlichen Besonderheiten als zeitlich begrenzte Überlassung von Rechten i.S.d. § 8 Nr. 1 Buchst. f GewStG an, wäre eine gewerbesteuerliche Hinzurechnung des unmittelbar aufwandswirksam erfassten Kaufpreises denkbar.

Die Konkretisierungen des BMF-Schreibens zeigen jedoch, dass das BMF die Anschaffung von Software im ersten Schritt als einen aktivierungspflichtigen Anschaffungsvorgang qualifiziert und lediglich im zweiten Schritt eine Abschreibung im Jahr der Anschaffung in voller Höhe gewährt. Es sprechen gute Gründe dafür, dass ein handelsbilanzieller Anschaffungsvorgang einer gewerbesteuerlichen Hinzurechnung entgegensteht. Der aus der Abschreibung resultierende Aufwand ist kein hinzurechnungspflichtiges Entgelt für die Überlassung von Rechten.

 

Abschreibungs-Beispiel:

PC-Anschaffung i. H. v. 1.200 EUR am 1.12.2021

Es bestehen drei Möglichkeiten:

  1. Vollständige Abschreibung in 2021 i. H. v. 1.200 EUR,
  2. Zeitanteilige Abschreibung i. H. v. 100 EUR in 2021 (1/12) und 1.100 EUR in 2022 (11/12),
  3. Verteilung auf 3 Jahre = 1/12 von 400 EUR in 2021 = 34 EUR, Rest in 2022 bis 2024.

2-fach Wahlrecht bei vor 2021 angeschafftem PC

Die neuen Grundsätze können auch auf entsprechende Wirtschaftsgüter angewandt werden, die in früheren Wirtschaftsjahren angeschafft oder hergestellt wurden und bei denen eine andere als die einjährige Nutzungsdauer zugrunde gelegt wurde. Wurde etwa in 2020 ein PC angeschafft, besteht in 2021 die Möglichkeit den Restbuchwert zum 31.12.2020 in voller Höhe abzuschreiben oder bei der 3-jährigen Nutzungsdauer zu bleiben.

 

 

Im Folgenden finden Sie den Original-Inhalt des BMF-Schreibens vom 22.02.2022:

Den Kernbereich der Digitalisierung bilden die Computerhardware (einschließlich der dazu gehörenden Peripheriegeräte) sowie die für die Dateneingabe und -verarbeitung erforderliche Betriebs- und Anwendersoftware. Diese Wirtschaftsgüter unterliegen aufgrund des raschen technischen Fortschritts einem immer schnelleren Wandel. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer, die der Abschreibung nach § 7 Einkommensteuergesetz (EStG) zugrunde zu legen ist, wurde für diese Wirtschaftsgüter allerdings seit rund 20 Jahren nicht mehr geprüft und bedarf deshalb einer Anpassung an die geänderten tatsächlichen Verhältnisse.

Unter Bezugnahme auf das Ergebnis der Erörterungen mit den obersten Finanzbehörden der Länder gelten für die Nutzungsdauer von Computerhardware (einschließlich der dazu gehörenden Peripheriegeräte) und von Betriebs- und Anwendersoftware zur Dateneingabe und -verarbeitung steuerlich die folgenden Grundsätze:

I. Nutzungsdauer

Für die nach § 7 Absatz 1 EStG anzusetzende Nutzungsdauer kann für die in Rz. 2 ff. aufgeführten materiellen Wirtschaftsgüter „Computerhardware“ sowie die in Rz. 5 näher bezeichneten immateriellen Wirtschaftsgüter „Betriebs- und Anwendersoftware“ eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von einem Jahr zugrunde gelegt werden.

1.1 Die betroffenen Wirtschaftsgüter unterliegen auch weiterhin § 7 Absatz 1 EStG. Die Möglichkeit, eine kürzere betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer zugrunde zu legen, stellt
– keine besondere Form der Abschreibung,
– keine neue Abschreibungsmethode und
– keine Sofortabschreibung dar.
Die Anwendung der kürzeren Nutzungsdauer stellt zudem auch kein Wahlrecht im Sinne des § 5 Absatz 1 EStG dar.

1.2 Auch bei einer grundsätzlich anzunehmenden Nutzungsdauer von einem Jahr gilt, dass
– die Abschreibung im Zeitpunkt der Anschaffung oder Herstellung, mithin bei Fertigstellung, beginnt,
– die Wirtschaftsgüter in das nach R 5.4 EStR 2012 zu führende Bestandsverzeichnis aufzunehmen sind,
– der Steuerpflichtige von dieser Annahme auch abweichen kann,
– die Anwendung anderer Abschreibungsmethoden grundsätzlich möglich ist.

1.3 Die Regelung findet gemäß § 9 Absatz 1 Satz 3 Nummer 7 Satz 1 EStG auch für Überschusseinkünfte Anwendung.

1.4 Es wird nicht beanstandet, wenn abweichend zu § 7 Absatz 1 Satz 4 EStG die Abschreibung im Jahr der Anschaffung oder Herstellung in voller Höhe vorgenommen wird.

II. Begriffsbestimmung

2 Der Begriff „Computerhardware“ umfasst Computer, Desktop-Computer, Notebook-Computer, Desktop-Thin-Clients, Workstations, Dockingstations, externe Speicher- und Datenverarbeitungsgeräte (Small-Scale-Server), externe Netzteile sowie Peripheriegeräte.

3 Die betroffenen Wirtschaftsgüter werden wie folgt definiert:

  1. „Computer“ bezeichnet ein Gerät, dass Logikoperationen ausführt und Daten verarbeitet, dass in der Lage ist, Eingabegeräte zu nutzen und Informationen auf Anzeigegeräten auszugeben und das in der Regel eine Zentraleinheit (ZE) beinhaltet, die die Operationen ausführt. Ist keine ZE vorhanden, muss das Gerät als Client Gateway zu einem Computerserver fungieren, der als Computerverarbeitungseinheit dient.
  2. „Desktop-Computer“ bezeichnet einen Computer, dessen Haupteinheit an einem festen Standort aufgestellt wird, der nicht als tragbares Gerät ausgelegt ist und der mit einem externen Anzeigegerät sowie externen Peripheriegeräten wie Tastatur und Maus genutzt wird. Bei einem „integrierten Desktop-Computer“ funktionieren der Computer und das Anzeigegerät als Einheit, deren Wechselstromversorgung über ein einziges Kabel erfolgt.
  3. „Notebook-Computer“ bezeichnet einen Computer, der speziell als tragbares Gerät und für den längeren Betrieb mit oder ohne direkten Anschluss an eine Wechselstromquelle konzipiert ist. Notebook-Computer verfügen über ein integriertes Anzeigegerät mit einer sichtbaren Bildschirmdiagonale von mindestens 22,86 cm (9 Zoll) und können mit einem integrierten Akku oder einer anderen tragbaren Stromquelle betrieben werden. Unterkategorien des Notebook-Computers sind unter anderen:
    a) „Tablet-Computer“: eine Notebook-Computerart, die sowohl über ein eingebautes berührungsempfindliches Anzeigegerät als auch über eine eingebaute physische Tastatur verfügt.
    b) „Slate-Computer“: eine Notebook-Computerart, die über ein eingebautes berührungsempfindliches Anzeigegerät, nicht aber über eine eingebaute physische Tastatur verfügt.
    c) „mobiler Thin-Client“: eine Notebook-Computerart, die eine Verbindung zu entfernten Rechenressourcen (z. B. Computerserver, Remote-Workstation) benötigt, mit denen die hauptsächliche Datenverarbeitung erfolgt, und die über kein eingebautes Rotations-Speichermedium verfügt.
  4. Desktop-Thin-Client“ bezeichnet einen Computer, der eine Verbindung zu entfernten Rechenressourcen (z. B. Computerserver, Remote-Workstation) benötigt, mit denen die hauptsächliche Datenverarbeitung erfolgt, und der über kein eingebautes Rotations-Speichermedium verfügt. Die Haupteinheit eines Desktop-Thin-Clients wird an einem festen Standort (z. B. auf einem Schreibtisch) aufgestellt und ist nicht als tragbares Gerät ausgelegt. Desktop-Thin-Clients können Informationen entweder auf einem externen oder, soweit vorhanden, auf einem eingebauten Anzeigegerät ausgeben.
  5. „Workstation“ bezeichnet einen Hochleistungs-Einzelplatzcomputer, der neben anderen rechenintensiven Aufgaben hauptsächlich für Grafikanwendungen, Computer Aided Design, Softwareentwicklung sowie finanzwirtschaftliche und wissenschaftliche Anwendungen genutzt wird.
  6. „Mobile Workstation“ bezeichnet einen Hochleistungs-Einzelplatzcomputer, der neben anderen rechenintensiven Aufgaben mit Ausnahme von Spielen hauptsächlich für Grafikanwendungen, Computer Aided Design, Softwareentwicklung sowie finanzwirtschaftliche und wissenschaftliche Anwendungen genutzt wird, und der speziell als tragbares Gerät und für den längeren Betrieb mit oder ohne direkten Anschluss an eine Wechselstromquelle konzipiert ist. Mobile Workstations haben ein integriertes Anzeigegerät und können mit einem integrierten Akku oder einer anderen tragbaren Stromquelle betrieben werden. Die meisten mobilen Workstations verfügen über ein externes Netzteil sowie eine integrierte Tastatur und ein integriertes Zeigegerät.
  7. Small-Scale-Server“ bezeichnet eine Computer-Art, die in der Regel Desktop-Computer-Komponenten im Desktopgeräteformat verwendet, jedoch in erster Linie als Speicherhost für andere Computer und zur Ausführung von Funktionen wie der Bereitstellung von Netzinfrastrukturdiensten und dem Daten-/Medien-Hosting bestimmt ist und
    a) als Standgerät, Turmgerät oder in einem sonstigen Format ausgelegt ist, das dem Format von Desktop-Computern ähnelt, so dass alle Datenverarbeitungs-, Speicher- und Netzschnittstellenkomponenten in einem Gehäuse untergebracht sind;
    b) die für den Betrieb 24 Stunden pro Tag an 7 Tagen in der Woche ausgelegt ist;
    c) die in erster Linie für den Simultanbetrieb in einer Mehrbenutzer-Umgebung ausgelegt ist, in der mehrere Benutzer an vernetzten Client-Geräten arbeiten können;
    d) die über ein Betriebssystem verfügt, das für Heimserver oder Serveranwendungen im unteren Leistungsbereich ausgelegt ist, sofern das Gerät mit einem Betriebssystem in Verkehr gebracht wird.
  8. „Dockingstation“ bezeichnet ein separates Produkt, das an einen Computer angeschlossen wird und dazu dient, Funktionen wie z. B. die Erweiterung der Anschlussmöglichkeiten oder das Zusammenlegen von Anschlüssen für Peripheriegeräte zu übernehmen. Dockingstations können auch das Laden von internen Akkus im angeschlossenen Computer erleichtern.
  9. „Externes Netzteil“ bezeichnet ein Gerät, das dafür konzipiert ist, Wechselstrom (AC) aus dem Stromnetz in Wechselstrom (AC) oder Gleichstrom (DC) niedrigerer Spannung umzuwandeln; das die Umwandlung jeweils nur in eine Gleichstrom- oder eine Wechselstromausgangsspannung vornehmen kann; das zum Betrieb mit einem separaten Gerät – dem Primärverbraucher – bestimmt ist; das sich in einem vom Primärverbraucher physisch getrennten Gehäuse befindet; das über einen abnehmbaren oder fest verdrahteten elektrischen Anschluss mit Stecker und Kupplung, ein Kabel, eine Litze oder eine sonstige Verdrahtung mit dem Primärverbraucher verbunden ist und das über eine Ausgangsleistung laut Typenschild von höchstens 250 Watt verfügt.
  10. „Peripherie-Geräte“ sind alle Geräte, die nach dem EVA-Prinzip (Eingabe-Verarbeitung-Ausgabe) zur Ein- und Ausgabe von Daten genutzt werden. Peripheriegeräte lassen sich funktional in drei Gruppen gliedern:
    a) Eingabegeräte: Tastatur, Maus, Grafiktablett, Scanner, Kamera, Mikrofon, Headset, u. ä.
    b) Externe Speicher: Festplatte, DVD-/CD-Laufwerk, Flash Speicher (USB-Stick), Bandlaufwerke (Streamer)
    c) Ausgabegeräte: Beamer, Plotter, Headset, Lautsprecher und „Computer-Bildschirm“ oder auch Monitor oder Display (dient der Darstellung der Benutzeroberfläche und der Datenausgabe) sowie „Drucker“ (Geräte, die Computerdaten in graphischer Form auf Papier oder Folien bringen, Non-Impact-Drucker (anschlagfrei, Laserdrucker, Tintenstrahldrucker) und Impact-Drucker [Nadeldrucker]).

4 Die in der Rz. 3 unter Nummer 1 bis 7 aufgeführte Computerhardware wird nur unter der Voraussetzung von Rz. 2 erfasst, dass gemäß Anhang II der Verordnung (EU) Nr. 617/2013 der Kommission vom 26. Juni 2013 zur Durchführung der Richtlinie 2009/125/EG des Europäischen Parlaments und des Rates im Hinblick auf die Festlegung von Anforderungen an die umweltgerechte Gestaltung von Computern und Computerservern (ABl. L 175 vom 27. Juni 2013, S. 13) eine Kennzeichnungspflicht des Herstellers besteht, wonach die Produktart nach Artikel 2 der EU-Verordnung in den technischen Unterlagen anzugeben ist. Die Aufzählung für die Computerhardware ist insoweit abschließend. Die Identifizierung der Peripheriegeräte ist in enger Anlehnung an die in der Rz. 3 Nummer 10 aufgeführten Geräte vorzunehmen, ohne dass die Aufzählung abschließend ist.

5 Der Begriff „Software“ im Sinne dieses Schreibens erfasst die Betriebs- und Anwendersoftware zur Dateneingabe und -verarbeitung. Dazu gehören auch die nicht technisch physikalischen Anwendungsprogramme eines Systems zur Datenverarbeitung, sowie neben Standardanwendungen auch auf den individuellen Nutzer abgestimmte Anwendungen wie ERP-Software, Software für Warenwirtschaftssysteme oder sonstige Anwendungssoftware zur Unternehmensverwaltung oder Prozesssteuerung.

 

III. Anwendung

Dieses Schreiben findet erstmals Anwendung in Gewinnermittlungen für Wirtschaftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2020 enden. In Gewinnermittlungen nach dem 31. Dezember 2020 können die Grundsätze dieses Schreibens auch auf entsprechende Wirtschaftsgüter angewandt werden, die in früheren Wirtschaftsjahren angeschafft oder hergestellt wurden und bei denen eine andere als die einjährige Nutzungsdauer zugrunde gelegt wurde.

7 Für Wirtschaftsgüter des Privatvermögens, die zur Einkünfteerzielung verwendet werden, gilt Rz. 6 ab dem Veranlagungszeitraum 2021 entsprechend.

8 Die Regelungen des BMF- Schreibens vom 18. November 2005 (BStBl I 2005 S. 1025 = SIS 05 48 98) sowie die Regelung unter 6.14.3.2 des BMF-Schreibens vom 15. Dezember 2000 (AfA-Tabelle für die allgemein verwendbaren Anlagegüter – BStBl I 2000 S. 1532 = SIS 01 02 48) sind letztmals für Wirtschaftsjahre anzuwenden, die vor dem 1. Januar 2021 enden.

Dieses Schreiben ersetzt das BMF-Schreiben vom 26. Februar 2021 (BStBl I S. 298 = SIS 21 03 33).

Dieses Schreiben wird im Bundessteuerblatt Teil I veröffentlicht.

 

 


 

 

26.02.2021 BMF-Schreiben vom 26. Februar 2021 (BStBl I S. 298 = SIS 21 03 33).

Abschreibung ERP Software: Förderung der Digitalisierung durch schnellere Abschreibungsmöglichkeit von Software und Hardware

Die Ministerpräsidentenkonferenz hat bei ihrem Treffen am Dienstag, 19.01.21, wichtige Änderungen in die Wege geleitet und mit  dem BMF-Schreiben vom 26. Februar 2021 ändert man nach Jahren endlich auch in Deutschland seine Auffassung zur Nutzungsdauer von Computern und Software. Die bisher in der AfA-Tabelle enthaltene Nutzungsdauer für Computer wird von drei Jahren auf ein Jahr herabgesetzt.

Dafür wurde es im internationalen Vergleich auch endlich Zeit! Nach etwa zwanzig Jahren mit dreijähriger Abschreibungsdauer hat man in Deutschland nun erkannt: Diese Wirtschaftsgüter unterliegen aufgrund des technischen Fortschritts einem immer schnelleren Wandel und Unternehmen benötigen regelmäßig neue Software und Geräte, um dauerhaft am Markt bestehen zu können!

Im Ergebnis ist es leider zu keiner gesetzlichen Regelung gekommen, sondern zu einer sogenannten „untergesetzlichen Regelung“ in Form eines BMF-Schreibens. Angesichts der wirtschaftlichen Tragweite der Regelung (insbesondere bei der Einführung von ERP-Systemen) erscheint daher zukünftig eine gesetzliche Regelung wünschenswert.

 

Hardware und betriebliche Anwendersoftware als Kernbereich der Digitalisierung

Vermutlich motiviert durch Corona und damit einhergehend dem Trend zu Homeoffice und Digitalisierung schafft die Bundesregierung tatsächlich Fakten, die Digitalisierungsinvestitionen deutscher Unternehmen zu unterstützen. Das Bundesfinanzministerium erklärt in einem ausführlichen BMF-Schreiben:

„Den Kernbereich der Digitalisierung bilden die Computerhardware (einschließlich der dazu gehörenden Peripheriegeräte) sowie die für die Dateneingabe und -verarbeitung erforderliche Betriebs- und Anwendersoftware. Diese Wirtschaftsgüter unterliegen aufgrund des raschen technischen Fortschritts einem immer schnelleren Wandel. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer, die der Abschreibung nach § 7 Einkommensteuergesetz (EStG) zugrunde zu legen ist, wurde für diese Wirtschaftsgüter allerdings seit rund 20 Jahren nicht mehr geprüft und bedarf deshalb einer Anpassung an die geänderten tatsächlichen Verhältnisse.“

Es folgt weiter unten eine detaillierte Auflistung, was unter Computerhardware zu verstehen ist.

 

Abschreibung von Software innerhalb eines Jahres

Erfreulich ist, dass auch betriebliche Software ab sofort innerhalb eines Jahres abgeschrieben werden kann. Hierzu findet sich im BMF-Schreiben folgender Passus:

„Der Begriff „Software“ im Sinne dieses Schreibens erfasst die Betriebs- und Anwendersoftware zur Dateneingabe und -verarbeitung. Dazu gehören auch die nicht technisch physikalischen Anwendungsprogramme eines Systems zur Datenverarbeitung, sowie neben Standardanwendungen auch auf den individuellen Nutzer abgestimmte Anwendungen wie ERP-Software, Software für Warenwirtschaftssysteme oder sonstige Anwendungssoftware zur Unternehmensverwaltung oder Prozesssteuerung.“

 

Gültig ab 2021 – und sogar rückwirkend anwendbar

Die neuen Abschreibungsmöglichkeiten gelten „für Wirtschaftsjahre, welche nach dem 31. Dezember 2020 enden“. Und die Regelung geht erfreulicherweise sogar noch weiter: die neuen Abschreibungsmöglichkeiten können sogar rückwirkend angewendet werden:

„In Gewinnermittlungen nach dem 31. Dezember 2020 können die Grundsätze dieses Schreibens auch auf entsprechende Wirtschaftsgüter angewandt werden, die in früheren Wirtschaftsjahren angeschafft oder hergestellt wurden und bei denen eine andere als die einjährige Nutzungsdauer zugrunde gelegt wurde.

Ab 2021 gilt also eine Abschreibungsdauer von einem Jahr – was  dann faktisch eine Abschreibung in zwei Steuererklärungen bedeuten kann – denn, hier wird von zwölf Monaten ausgegangen und nicht vom Kalenderjahr. Eine Sofortabschreibung scheidet weiter aus (außer die Anschaffungskosten bewegen sich innerhalb der Grenzen für geringwertige Wirtschaftsgüter).

Für Unternehmer gilt daher: Die Änderung findet erstmals Anwendung in Gewinnermittlungen für Wirtschaftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2020 enden. In Gewinnermittlungen nach dem 31. Dezember 2020 können die Grundsätze dieses Schreibens auch auf entsprechende Wirtschaftsgüter angewandt werden, welche in früheren Wirtschaftsjahren angeschafft oder hergestellt wurden und bei denen eine andere als die einjährige Nutzungsdauer zugrunde gelegt wurde.

Neben der sofortigen Abschreibungsmöglichkeit existieren darüber hinaus großartige Fördermöglichkeiten für Digitalisierungsprojekte über EU, Bund und Länder.

 

Abschreibung ERP Software?

Das BMF-Schreiben beinhaltet hierzu ein weiteres Wahlrecht: Voraussetzung hierfür ist, dass die Anschaffung oder Herstellung der Software in einem früheren Wirtschaftsjahr liegt. Zusätzlich muss eine andere als die einjährige Nutzungsdauer zugrunde gelegt worden sein. Ist dies der Fall, besteht die Möglichkeit, den bestehenden Restbuchwert einer in den Vorjahren erworbenen Hard- oder Software im Jahr 2021 vollständig als Betriebsausgabe zu erfassen. Bei Ausübung dieses Wahlrechts kommt es zu einer Annäherung in der Behandlung (des Restbuchwerts) von in früheren Wirtschaftsjahren erworbenen Wirtschaftsgütern und den im Jahr 2021 erworbenen Wirtschaftsgütern.

Das BMF hat außerdem zwei weitere Regelungen für nicht weiter anwendbar erklärt: So ist das BMF-Schreiben zur bilanzsteuerrechtlichen Beurteilung von Aufwendungen zur Einführung eines betriebswirtschaftlichen Softwaresystems für Gewinnermittlungszeiträume mit Ende nach dem 31. Dezember 2020 nicht mehr anwendbar. Außerdem findet die bisherige Regelung, nach der bei EDV-Hardware in der allgemeinen AfA-Tabelle eine Nutzungsdauer von drei Jahren vorgesehen war, keine weitere Anwendung.

 

Was genau versteht das BMF unter »Computerhardware und Software zur Dateneingabe und -verarbeitung«?

‚Computer‘ bezeichnet ein Gerät, das Logikoperationen ausführt und Daten verarbeitet, das in der Lage ist, Eingabegeräte zu nutzen und Informationen auf Anzeigegeräten auszugeben und das in der Regel eine Zentraleinheit (ZE) beinhaltet, die die Operationen ausführt. Ist keine ZE vorhanden, muss das Gerät als Client Gateway zu einem Computer-server fungieren, der als Computerverarbeitungseinheit dient.

‚Desktop-Computer‘ bezeichnet einen Computer, dessen Haupteinheit an einem festen Standort aufgestellt wird, der nicht als tragbares Gerät ausgelegt ist und der mit einem externen Anzeigegerät sowie externen Peripheriegeräten wie Tastatur und Maus genutzt wird. Bei einem »integrierten Desktop-Computer« funktionieren der Computer und das Anzeigegerät als Einheit, deren Wechselstromversorgung über ein einziges Kabel erfolgt.

‚Notebook-Computer‘ bezeichnet einen Computer, der speziell als tragbares Gerät und für den längeren Betrieb mit oder ohne direkten Anschluss an eine Wechselstromquelle konzipiert ist. Notebook-Computer verfügen über ein integriertes Anzeigegerät mit einer sichtbaren Bildschirmdiagonale von mindestens 22,86 cm (9 Zoll) und können mit einem integrierten Akku oder einer anderen tragbaren Stromquelle betrieben werden. Unterkategorien des Notebook-Computers sind unter anderen:

  • ‚Tablet-Computer‘: eine Notebook-Computerart, die sowohl über ein eingebautes berührungsempfindliches Anzeigegerät als auch über eine eingebaute physische Tastatur verfügt.

  • ‚Slate-Computer‘: eine Notebook-Computerart, die über ein eingebautes berührungs-empfindliches Anzeigegerät, nicht aber über eine eingebaute physische Tastatur verfügt.

  • ‚mobiler Thin-Client‘: eine Notebook-Computerart, die eine Verbindung zu entfernten Rechenressourcen (z. B. Computerserver, Remote-Workstation) benötigt, mit denen die hauptsächliche Datenverarbeitung erfolgt, und die über kein eingebautes Rotations-Speichermedium verfügt.

‚Desktop-Thin-Client‘ bezeichnet einen Computer, der eine Verbindung zu entfernten Rechenressourcen (z. B. Computerserver, Remote-Workstation) benötigt, mit denen die hauptsächliche Datenverarbeitung erfolgt, und der über kein eingebautes Rotations-Speichermedium verfügt. Die Haupteinheit eines Desktop-Thin-Clients wird an einem festen Standort (z. B. auf einem Schreibtisch) aufgestellt und ist nicht als tragbares Gerät ausgelegt. Desktop-Thin-Clients können Informationen entweder auf einem externen oder, soweit vorhanden, auf einem eingebauten Anzeigegerät ausgeben.

‚Workstation‘ bezeichnet einen Hochleistungs-Einzelplatzcomputer, der neben anderen rechenintensiven Aufgaben hauptsächlich für Grafikanwendungen, Computer Aided Design, Softwareentwicklung sowie finanzwirtschaftliche und wissenschaftliche Anwendungen genutzt wird.

‚Mobile Workstation‘ bezeichnet einen Hochleistungs-Einzelplatzcomputer, der neben anderen rechenintensiven Aufgaben mit Ausnahme von Spielen hauptsächlich für Grafikanwendungen, Computer Aided Design, Softwareentwicklung sowie finanz-wirtschaftliche und wissenschaftliche Anwendungen genutzt wird, und der speziell als tragbares Gerät und für den längeren Betrieb mit oder ohne direkten Anschluss an eine Wechselstromquelle konzipiert ist.

Mobile Workstations haben ein integriertes Anzeigegerät und können mit einem integrierten Akku oder einer anderen tragbaren Stromquelle betrieben werden. Die meisten mobilen Workstations verfügen über ein externes Netzteil sowie eine integrierte Tastatur und ein integriertes Zeigegerät.

Small-Scale-Server‘ bezeichnet eine Computer-Art, die in der Regel Desktop-Computer-Komponenten im Desktopgeräteformat verwendet, jedoch in erster Linie als Speicherhost für andere Computer und zur Ausführung von Funktionen wie der Bereitstellung von Netzinfrastrukturdiensten und dem Daten-/Medien-Hosting bestimmt ist und

  • als Standgerät, Turmgerät oder in einem sonstigen Format ausgelegt ist, das dem Format von Desktop-Computern ähnelt, so dass alle Datenverarbeitungs-, Speicher- und Netzschnittstellenkomponenten in einem Gehäuse untergebracht sind;

  • die für den Betrieb 24 Stunden pro Tag an 7 Tagen in der Woche ausgelegt ist;

  • die in erster Linie für den Simultanbetrieb in einer Mehrbenutzer-Umgebung ausgelegt ist, in der mehrere Benutzer an vernetzten Client-Geräten arbeiten können;

  • die über ein Betriebssystem verfügt, das für Heimserver oder Serveranwendungen im unteren Leistungsbereich ausgelegt ist, sofern das Gerät mit einem Betriebssystem in Verkehr gebracht wird.

‚Dockingstation‘ bezeichnet ein separates Produkt, das an einen Computer angeschlossen wird und dazu dient, Funktionen wie z. B. die Erweiterung der Anschlussmöglichkeiten oder das Zusammenlegen von Anschlüssen für Peripheriegeräte zu übernehmen. Dockingstations können auch das Laden von internen Akkus im angeschlossenen Computer erleichtern.

‚Externes Netzteil‘ bezeichnet ein Gerät, das dafür konzipiert ist, Wechselstrom (AC) aus dem Stromnetz in Wechselstrom (AC) oder Gleichstrom (DC) niedrigerer Spannung umzuwandeln; das die Umwandlung jeweils nur in eine Gleichstrom -oder eine Wechselstromausgangsspannung vornehmen kann; das zum Betrieb mit einem separaten Gerät – dem Primärverbraucher – bestimmt ist; das sich in einem vom Primärverbraucher physisch getrennten Gehäuse befindet; das über einen abnehmbaren oder fest verdrahteten elektrischen Anschluss mit Stecker und Kupplung, ein Kabel, eine Litze oder eine sonstige Verdrahtung mit dem Primärverbraucher verbunden ist und das über eine Ausgangsleistung laut Typenschild von höchstens 250 Watt verfügt.

‚Peripherie-Geräte‘ sind alle Geräte, die nach dem EVA-Prinzip (Eingabe-Verarbeitung-Ausgabe) zur Ein- und Ausgabe von Daten genutzt werden. Peripheriegeräte lassen sich funktional in drei Gruppen gliedern:

  • Eingabegeräte: Tastatur, Maus, Grafiktablett, Scanner, Kamera, Mikrofon, Headset, u. ä.

  • Externe Speicher: Festplatte, DVD-/CD-Laufwerk, Flash Speicher (USB-Stick), Bandlaufwerke (Streamer)

  • Ausgabegeräte: Beamer, Plotter, Headset, Lautsprecher und »Computer-Bildschirm« oder auch Monitor oder Display (dient der Darstellung der Benutzeroberfläche und der Datenausgabe) sowie »Drucker« (Geräte, die Computerdaten in graphischer Form auf Papier oder Folien bringen, Non-Impact-Drucker (anschlagfrei, Laserdrucker, Tintenstrahldrucker) und Impact-Drucker [Nadeldrucker]).

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