INTRASTAT eNVenta ERP

Intrastat – eNVenta ERP

Intrastat und eNVenta ERP – finden Sie auf dieser Seite sämtliche Informationen zu dem Zusammenspiel von Intrastat und der Integration in eNVenta ERP.

Intrastat – eNVenta ERP: fortlaufende Neuigkeiten

 

11/2021

Intrastat und eNVenta ERP ab dem Jahr 2022

Ab dem 01.01.2022 ändern sich die Vorschriften zur Abgabe der Intrastatmeldungen innerhalb der EU. Die Abgabe der Intrastatmeldungen nach den neuen Vorschriften erfolgen ab dem 01.02.2022 für den Januar 2022.

Die wichtigsten Änderungen umfassen die Änderungen der Geschäftsarten-ID aufgrund der Vereinheitlichung der Regelungen auf EU-Ebene sowie die verpflichtende Meldung der Umsatzsteuer-ID der Empfänger beim Versand in das EU-Ausland (bisher freiwillig).

Aufgrund dieser Anpassung hat Nissen & Velten ein neues Funcpackage „FuncIntrast_V2“ erstellt um darüber die notwendigen Anpassungen auszuliefern zu können.

Die Anpassungen stehen ab eNVenta 4.2.1 zur Verfügung.

Die Auslieferung der Lösung erfolgt gemeinsam mit dem Patchday Dezember am 23.12.2021.
Bei der Umstellung auf die Nissen&Velten Intrastat Lösung ist mit einem Migrationsaufwand zu rechnen. Bitte kümmern Sie sich rechtzeitig um die Umsetzung und melden Sie sich bei Bedarf frühzeitig bei Ihrem Kundenbetreuer.

 

 

10/2020

eNVenta 4.2.1 Zwischenrelease

Mit eNVenta 4.2.1 wurde Ende 2020 ein Zwischenrelease veröffentlicht. Nötig machte dies eine Reihe rechtlicher Anforderungen sowie technischer Neuerungen, welche Anpassungen im darauf folgenden eNVenta Longterm Release 4.2 erforderlich machen.

Das Release wird spätestens ab Ende Oktober verfügbar sein und enthält folgende Änderungen sowie Ergänzungen:

• Intrastat:

Die Intrastatmeldungen werden mehrländerfähig, so dass auch Unternehmen in anderen europäischen Ländern außer Deutschland die Statistischen Ämter bedienen können.

Außerdem werden nachträgliche Änderungen automatisch erkannt, beispielsweise wenn ein Artikel erst zu einem späteren Zeitpunkt als meldepflichtig deklariert wurde. Weitere Anpassungen erfolgen in eNVenta 4.3.

 

 

06/2020

eNVenta ERP – Modul Intrastat: Weiterentwicklung

Nach dankenswerterweise langjähriger Entwicklung und Pflege des Moduls „Intrastat“ durch einen der deutschen eNVenta-Partner bis zur Version eNVenta 4.1, setzt der Hersteller seit eNVenta 4.2 die Entwicklung von Intrastat zukünftig wieder im eigenen Hause um.

Bei der Umstellung auf die Nissen&Velten Intrastat Lösung ist mit einem Migrationsaufwand zu rechnen. Bitte kümmern Sie sich rechtzeitig um die Umsetzung und melden Sie sich bei Bedarf frühzeitig bei Ihrem Kundenbetreuer.

 

 

 

 

Intrastat – eNVenta ERP: das Intrastat-Modul in eNVenta ERP

Das in eNVenta-ERP integrierte Intrastat-Modul unterstützt Sie bei der Erstellung und elektronischen Übermittlung einer monatlichen Auswertung der Intrahandelsstatistik über den tatsächlichen Warenverkehr des Auskunftspflichtigen eNVenta-Kunden zwischen Deutschland und den anderen EU-Mitgliedstaaten (Versendungen und Eingänge) an das Statistische Bundesamt.

Das Intrastat-Modul können Sie außerdem mehrmandantenfähig und unabhängig von der Anzahl der User einsetzen. Ihnen werden sowohl eingangsseitig, als auch versendungsseitig am Ende der der Abrechnungsperiode Ihre benötigten Daten zur Übertragung an das Statistische Bundesamt zur Verfügung gestellt.

Dazu stehen dem Auskunftspflichtigen in eNVenta ERP zentral eine Vielzahl von Parameter-Einstellungen zur Verfügung (Geschäftsarten, Ursprungs- und Bestimmungsregionen, Ländereinstellungen, besondere Maßeinheiten, etc.). Diese Einstellungen ermöglichen am Ende eine auf das jeweilige Unternehmen und die gesetzlichen Vorgaben ausgerichtete Justierung der zu meldenden Geschäftsvorfälle.

Die vom Statistischen Bundesamt zur Verfügung gestellten Warennummern können zentral eingespielt und Ihren in eNVenta verfügbaren Artikeln zugewiesen werden.

Vor der Meldung wird zunächst eine Auswertung je Verkehrsrichtung erzeugt. Dabei lässt sich sogar bis auf Positionsebene jeder einzelne Geschäftsvorfall nachvollziehen. Somit können Fragen schnell geklärt werden. Umgekehrt enthalten einzelne in Intrastat gemeldete Aufträge auf Positionsebene einen Hinweis, ob und in welcher Intrastat-Meldung diese Position aufgeführt wurde.

Ein Journal führt des weiteren detailliert Buch über erstellte Auswertungen und Meldungsversendungen. Somit erreichen Sie eine absolute Transparenz für alle Beteiligten.

 

 

 

 

Intrastat – Allgemeine Infos

Intrastat – was ist das überhaupt?

Intrastat (kurz für Innergemeinschaftliche Handelsstatistik, auch ICTS) beruht auf der EG-Verordnung Nr. 638/2004. Es werden hierbei die Gemeinschaftsstatistiken des Warenverkehrs zwischen Mitgliedstaaten geregelt und die EG-Verordnung ersetzte am 1. Januar 2005 die vormalige EWG-Verordnung Nr. 3330/91. Diese und die EG-Verordnung Nr. 1982/2004 regeln EU-weit die Mindeststandards der handelsstatistischen Erfassung.

Intrastat-Meldungen dienen der Erfassung des tatsächlichen Warenverkehrs zwischen den 28 Mitgliedstaaten der EU. In der EU ansässige Unternehmen sind daher verpflichtet, Versendungen und Eingänge zentral zu melden. In Deutschland z.B. wird an das Statistische Bundesamt Bericht erstattet. Die Abgabe dieser Meldungen ist mittlerweile in allen EU-Mitgliedstaaten verbindlich vorgeschrieben. Eurostat, das statistische Amt der EU, sammelt und kompiliert alle Daten der statistischen Ämter der Mitgliedstaaten.

Das Statistische Bundesamt erfasst am Ende in Deutschland den tatsächlichen Warenverkehr zwischen den EU Staaten mit Hilfe der Intrastat Meldungen. Innerhalb der EU gibt es jedoch Unterschiede bei der Umsetzung von Intrastat, da einige Mitgliedstaaten z.B. nur Leitlinien an die Hand geben, wie die Verordnung in konkreten Situationen angewendet werden soll. Diese Richtlinien können je nach Land und Situation zu unterschiedlichen Ergebnissen führen. Die für die Intrastat-Berichterstattung zuständigen Behörden unterscheiden sich außerdem von Land zu Land. Einige Mitgliedstaaten delegieren Intrastat an die Steuer- oder Zollbehörden. Andere Länder übertragen die Verantwortung an ihr Statistikamt oder sogar an ihre Zentralbank.

 

 

Intrastat – wieso erfand man das?

Durch die Gründung der EU im Jahr 1993 wurden alle damaligen Mitgliedstaaten Teil des EU-Binnenmarktes. Eine sorgfältige Dokumentation der Warenein- und ausfuhren war damit überflüssig. Durch die innerhalb der EU gültige Freigabe des Warenverkehrs und den Wegfall der Kontrollen schien es jedoch nicht mehr möglich, Informationen über den tatsächlichen Warenverkehr der EU-Mitgliedstaaten aus den vorherigen Zoll-Dokumenten zu erhalten. Somit erfand man das heutige Intrastat. Es sollte diese Lücke schließen und die weggefallenen Zollanmeldungen ersetzen.

Intrastat-Meldungen werden zusammengefasst in der dafür geschaffenen Intrahandelsstatistik. Aus ihr können dann die benötigten Daten über den innergemeinschaftlichen Handel in Deutschland generiert werden. Die Statistik des Außenhandels ist für die Ministerien und die Zentralregierung der Länder von grundlegender Bedeutung. Sie sind wichtige Informationsquellen für Unternehmen und Institutionen der EU. Diese Statistiken werden verwendet, um die industrielle Leistung zu überwachen und die Wirtschaftspolitik zu gestalten. Sie bieten Händlern eine Grundlage für die Bewertung von Marktanteilen sowie für die Bestimmung des Grades der Importsubstitution für selbst hergestellte Waren oder die Marktdurchdringung durch Wettbewerber.

Wichtige Nutzer dieser Statistiken sind Finanzministerien, die Europäische Kommission, die Europäische Zentralbank, Nationalbanken, Unternehmensverbände, Transport- und Finanzunternehmen, Industrieorganisationen, nationale Wirtschaftsforschungsinstitute und Forschungseinrichtungen.

 

 

Intrastat – wer ist meldepflichtig?

Im Versendungsfall ist grundsätzlich immer derjenige zur Meldeabgabe verpflichtet, welcher eine innergemeinschaftliche Lieferung gemäß Umsatzsteuergesetz (UStG) ausführt. Andersherum ist auch grundsätzlich derjenige auskunftspflichtig, welcher einen innergemeinschaftlichen Erwerb im Sinne des UStG tätigt.

Wer genau am ende meldepflichtig ist, dies erfährt das Bundesamt dann über das zuständige Finanzamt über die Umsatzsteuervoranmeldungen des Unternehmens. Anhand der Zahlen lassen sich dann auch beide Meldungen miteinander abstimmen.

Sie können die Auskunftspflicht übrigens nicht übertragen, indem Sie einen Dritten damit beauftragen. Selbst wenn Sie etwa Ihren Spediteur damit beauftragen, die statistische Meldung für Sie zu erstellen, so verantworten weiterhin Sie als Unternehmer die Richtigkeit und Vollständigkeit der gelieferten Angaben für Ihr Unternehmen.

 

 

Intrastat – welche Warenbewegungen sind überhaupt meldepflichtig?

Neben dem klassischen Warenhandel erfasst man den gesamten Warenverkehr. Generell unterliegen alle aus einem Mitgliedstaat in einen anderen Mitgliedstaat beförderten Waren immer der Intrastat-Statistik. Hierunter fallen dann auch Beförderungen, welche ohne Eigentumsübertragung geschehen, z. B. auch Miete und Leasing.

Bis in das Jahr 2006 musste man in Deutschland sogar Reparaturen meldepflichtig anzeigen. Seit Januar 2007 sind Reparaturen und Wartungsarbeiten von der Anmeldung zur Intrahandelsstatistik befreit.

Außerdem bezieht sich die Auskunftspflicht auch auf unentgeltliche Versendungen und Wareneingänge als auch auf Lohnveredelungsverkehr.

 

 

Intrastat – welche Warenbewegungen sind NICHT meldepflichtig?

Von einer Meldepflicht befreit für die jeweilige Verkehrsrichtung werden in Deutschland diejenigen Unternehmen, deren im Intrahandel getätigte jährliche Versendungen oder Eingänge in andere Mitgliedstaaten 500.000 Euro (Versendung) bzw. 800.000 Euro (Eingang) im laufenden Jahr oder im Vorjahr nicht überschritten haben.

Sobald die vorgenannte Wertgrenze im laufenden Jahr überschritten wird, sind ab dem Monat sofort statistische Meldungen abzugeben, in welchem die Schwelle überschritten wurde.

 

Befreit sind außerdem Privatpersonen sowie Auskunftspflichtige, die von der Abgabe einer periodischen Steueranmeldung befreit sind.

Grundsätzlich sind Privatpersonen von der Auskunftspflicht befreit. Trotzdem müssen Waren, welche einheimische Unternehmen an Privatleute in anderen EU-Mitgliedstaaten gesendet haben, sowie Waren, welche von Privatpersonen aus anderen EU-Ländern an deutsche Unternehmen geschickt werden, gemeldet werden. Es ist immer das deutsche Unternehmen zuständig für die Meldung.

Das bedeutet anders gesagt: Versandhändler, welche nur an Privatpersonen liefern, sind auskunftspflichtig sind. Dies gilt allerdings nicht, wenn Privatpersonen die Waren selbst abholen oder abholen lassen und ins Ausland bringen.

 

Unternehmen müssen zudem Warenbewegungen nicht melden, welche auf der „Befreiungsliste“ stehen.

Hierzu zählen z. B.:

  • gesetzliche Zahlungsmittel, Wertpapiere
  • Messe- und Ausstellungsgut
  • Theaterdekorationen
  • Waren, die als Datenträger individualisierter Informationen verwendet werden (z. B. Konstruktionspläne)
  • Software oder auch
  • Warenmuster
  • Waren, die zur Belieferung von Schiffen oder Flugzeugen in ein anderes EU-Land gebracht werden, sind ebenfalls nicht meldepflichtig, wenn sie im so genannten zweistufigen Ausfuhrverfahren über das IT-Zollverfahren ATLAS dem deutschen Zoll gemeldet werden.

 

 

Intrastat Umsetzung in anderen EU-Ländern

Da seitens der Europäischen Union keine einheitliche Erfassungsquote vorgeschrieben wurde, erfolgte die Umsetzung der einzelnen Mitgliedsländer durch unterschiedlich hohe Meldefreigrenzen.

Diese reichen am unteren Ende von 700 Euro in Malta bis zu in der Spitze bis 1,5 Mio Euro in Belgien.

In Österreich liegt die entsprechende Schwelle für die Statistik des Warenverkehrs zwischen den Mitgliedstaaten bei 750.000 Euro pro Jahr.

In Italien ist interessanterweise seit 2011 jede Geschäftsabwicklung mit dem Ausland Intrastat-meldepflichtig (auch Kleinstbeträge). Jedes Unternehmen welches Einkäufe und/oder Verkäufe im Ausland tätigen möchte, muss außerdem 30 Tage vor der Ausführung eine Erklärung an die zuständige Behörde über die Einnahmen abgeben.

Die Ansprechpartner für sämtliche EU-Mitgliedstaaten sind außerdem beim Statistischen Bundesamt hinterlegt.

 

 

Intrastat – wie meldet man Warenbewegungen an?

Intrastat-Meldungen müssen beim Statistischen Bundesamt in Wiesbaden bis zum 10. Arbeitstag nach Ablauf des Berichtsmonats eingereicht werden.

Das Statistische Bundesamt überprüft die Meldungen mit verschiedenen Plausibilitätskontrollen.

Unternehmen werden zur Abgabe ihrer Meldung nicht aufgefordert. Sie müssen Ihre Meldung selbstständig einreichen.

Unterlagen, die zu einer Meldung gehören, sollten Sie über einen Zeitraum von zwei Jahren aufbewahren.

Die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer des EU-Handelspartners muss verpflichtend angegeben werden. Es werden seit Januar 2017 im Erfassungsprogramm Felder dafür bereitgestellt.

Die Meldungen sind stets auf elektronischem Wege zu übermitteln: als genehmigte Verfahren stehen das IDEV-Meldesystem, in dem zwischen zwei verschiedenen Meldesystemen (Online-Formularmeldung oder Datei-Upload) gewählt werden kann und außerdem das Meldeverfahren eSTATISTIK.core zur Verfügung.

 

 

Intrastat Anmelde-Verfahren IDEV/IDES

IDEV ist das Akronym für „Internet Datenerhebung im Verbund“. Dieser Verbund besteht aus den statistischen Ämtern der Länder und des Bundes. Über IDEV kann die Intrastat Meldung online ausgeführt werden. Eine Formularmeldung kann wahlweise im Browser erstellt werden oder alternativ können die Meldedateien lokal auf dem Rechner erstellt und danach über den Browser hochgeladen werden. Das Statistische Bundesamt bietet mit IDES eine entsprechende Software an, mit welcher die Meldung lokal erstellt werden kann. Das Programm IDES kann von der Webseite des Statistischen Bundesamtes heruntergeladen werden.

1. IDEV-Online-Meldung: Bei diesem Verfahren wird ein Anmeldeformular direkt online im Internetbrowser bearbeitet. Die Meldung wird hier direkt eingegeben.

2. IDEV-Datei-Upload: Die Intrastat-Meldedatei wird zunächst offline erstellt und im Anschluss an das Statistische Bundesamt übermittelt. Die Dateien können mit der Intrahandels-Daten-Erfassungs-Software (IDES) erstellt werden. Bislang konnten Sie als Alternative auch  ASCII- oder INSTAT/XML-Dateien mit vereinbartem Satzaufbau verwenden. Aus Gründen der Datensicherheit sollen die Dateimeldungen im ASCII-Format abgelöst werden. Neue Anträge zur Meldung im ASCII-Format werden grundsätzlich nicht mehr genehmigt . Wer heute noch im ASCII-Format seine Dateien übermittelt, kann jederzeit auf die zugelassenen XML-Formate INSTAT/XML und DatML/RAW umstellen.

 

 

Intrastat Anmelde-Verfahren eSTATISTIK.core

eSTATISTIK.core ist ein Verfahren, das statistische Rohdaten aus Firmendaten automatisch generiert. Die benötigten Daten müssen für das Verfahren bereits in elektronischer Form vorliegen. eSTATISTIK.core automatisiert die Zusammenstellung und Lieferung von Daten, welche im Vorfeld durch andere Statistikmodule bereit gestellt wurden. Entwickler erhalten bei der Umsetzung neuer Module Unterstützung. Wer keine Software für die Statistik verwendet und nur wenige Daten zu melden hat, der erfährt Unterstützung durch das kostenfreie Programm CORE.reporter.

Informationen über eSTATISTIK.core sowie die Voraussetzungen für Nutzung des Verfahrens bieten die statistischen Ämter von Bund und Ländern auf ihren Homepages.

 

Aufgrund der Datensicherheit werden Meldungen im ASCII-Format zukünftig abgelöst. Neuanträge zu diesem Format werden deshalb auch nicht mehr genehmigt. Das Statistische Bundesamt empfiehlt eine Umstellung auf die zugelassenen XML-Formate INSTAT/XML und DatML/RAW.

Ausnahmen von der elektronischen Meldepflicht werden nur noch in Härtefällen gestattet. Diese Härtefälle sind z.B. dann gegeben, wenn die elektronische Datenübermittelung wirtschaftlich oder persönlich unzumutbar ist. Die konkrete Ausnahme muss in jedem Fall schriftlich beim Statistischen Bundesamt, Abteilung Außenhandel, in 65180 Wiesbaden beantragt werden.

 

 

Intrastat Praxis-Beispiele: Meldezeiträume für die Meldung in Abhängigkeit vom Lieferzeitpunkt

  • Eine Ware wird im Mai aus Belgien bezogen. Die Rechnung hierüber trifft beim deutschen Leistungsempfänger jedoch erst im Juni ein. Der Berichtsmonat ist in diesem Fall der Juni.
  • Eine Ware wird im Februar nach Frankreich ausgeliefert. Die Rechnung wird erst im Mai erstellt. Der Berichtsmonat ist hier der März.
  • Bei einer Warenlieferung nach Spanien wird Vorkasse vereinbart. Die Rechnung wird im Januar ausgestellt. Die Warenlieferung erfolgt dann aber erst im April. Der Berichtsmonat ist in diesem Fall dann der April.

 

 

Intrastat Warennummer – was ist das?

Das zentrale Ordnungskriterium für den internationalen Warenaustausch sind die sogenannten Intrastat-Warennummern. Diese Nummern klassifizieren Waren nach deren technischer Beschaffenheit, indem jeder Ware eine bestimmte Nummer zugewiesen wird.

Die Warennummer hat unter Anwendern einige Bezeichnungen – wie zum Beispiel: Nomenklaturnummer, Codenummer, Zolltarifnummer, HS-Position, Product Code oder Customs Tariff Code/Number.

Bei all diesen Begriffen handelt es sich jedoch immer um die gleiche Nummer, die jedoch je nach Anwendung wieder unterschiedliche Längen haben kann.

 

 

Intrastat: Funktion der Warennummern

Die Intrastat Warennummer weist insgesamt 8 Stellen auf. Diese Warennummer ermöglicht nun bei der Abfertigung von Importen die Festlegung von Zollsätzen, Textilkategorien, Verboten und Beschränkungen oder auch die Feststellung von Genehmigungskriterien.

Die 11-stellige Codenummer hingegen wird für nationale Zwecke eingesetzt. Sie verschlüsselt nationale Vorgaben oder auch Umsatzsteuersätze.

Merke:

  • Ausfuhr aus der EU – 8-stellige Intrastat Warennummer
  • Einfuhr in die EU – 11-stellige Warennummer

Die Ausfuhr- oder Intrastat-Anmeldung erfordert die 8-stellige Nummer.

Die Anmeldung der Einfuhr erfordert die 11-stellige Nummer.

 

 

Beispiel für die Intrastat Warennummer

Beim Statistischen Bundesamt erhalten Sie eine Liste von Waren mit der dazu gehörenden Intrastat Warennummer.

So tragen zum Beispiel lebende Schafe die Intrastat Nummer 0104 10 10, wohingegen lebende Hauskaninchen die Intrastat Warennummer 0106 14 10 haben. Frische Kapern tragen die Intrastat Nummer 0809 99 40, während eingelegte Kapern die Intrastat Nummer 0711 90 70 haben.

 

 

Jährliches Verzeichnis der Warennummern

Jedes Jahr zum 1. Januar erfolgen Änderungen der Warennummern. Das Warenverzeichnis für die Außenhandelsstatistik finden Sie in seiner jeweils aktuellen Ausgabe auf der Homepage des Statistischen Bundesamtes. Dort werden die Änderungen laufend eingepflegt.

 

 

Intrastat-Meldung vs. Zusammenfassende Meldung

Häufig denkt man bei der Intrastat-Meldungen auch an die Zusammenfassende Meldung (ZM), mit welcher man innergemeinschaftlichen Lieferungen UND Leistungen an das Bundeszentralamt für Steuern meldet.

Bei der Intrahandelstatistik melden Sie nur Waren, jedoch keine Leistungen.

Gemeinschaftswaren sind Waren, welche in der Gemeinschaft gewonnen oder hergestellt wurden oder sich im zollrechtlich freien Verkehr der Gemeinschaft befinden.

Alle anderen Waren gelten als Nichtgemeinschaftswaren.

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